September 2000

Oktober 2000

Sonntag, 1. Oktober
(immer noch in Bintan)
South China Sea zum Frühstück gibt's in Teig gebackene Bananen und Teh;
da das Wetter heut ziemlich schlecht ist, fahren Philia, Joul, Jaring und Martin schon um 10 heim; gegen Mittag ist Flut, wir baden; dann starkes Gewitter mit heftigem Regen und knallendem Donner; Billard spielen, wenn auch der Filz total durchnäßt ist; für das alles (Hütte, Abendessen, Frühstück, Bier) haben wir pro Nase etwa 10 S$ zu zahlen, geben Ihnen aber zusammen 100 S$; sie freuen sich riesig; wir versprechen, beim nächsten mal neue Kassetten mitzunehmen (sie wollen No Doubt); wir sollen vorher anrufen, dann werden sie versuchen, ein Auto zu organisieren und uns vom Hafen abzuholen;
unser Taksifahrer läßt uns im Stich; wir sehen, daß grad ein Ehepaar in einem alten Toyota-Corolla wegfährt, und bitten sie, uns mitzunehmen; die Karre hat nicht allzuviel PS und mit dem Gewicht von 6 Leuten ganz schön zu kämpfen, hält aber durch; wir geben ihnen an die 10S$; wir kaufen noch schnell Kaugummi, dann Heimfahrt; im Fernsehen auf dem Schiff läuft grad die Abschlußfeier von den Olympischen Spielen;
daheim Essen, Bügeln und Ratsch; Oli ist heute ausgezogen und wohnt jetzt im Wohnheim von seiner Freundin;

Montag, 2. Oktober
verbringe nach der Arbeit die meiste Zeit an der Uni vor dem Computer

Dienstag, 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit)
gehe nach der Arbeit mit Martin ins Kino: Road Trip; treffen dort auf Philia und Jaring; dann Wäschewaschen und Ratsch;

Mittwoch, 4. Oktober
heute kommen Kerstin und Christina, zwei Mädels aus München, an; gehen zum Essen; Rest der Wäsche;

Donnerstag, 5. Oktober
kann mir heute in der Arbeit einen alten PC ergattern, weil momentan irgendwie jede zweite Abteilung umzieht; wir haben inzwischen sogar schon genug Lizenzen für ANSYS (unser Simulationsprogramm), mit den 64 MB RAM kann ich allerdings nur äußerst winzige Modelle laufen lassen ... aber immerhin!
Rajesh (Indien) hat die Tickets für das Formel1-Rennen in Sepang (Malaysia); jetzt darf Schumi am Sonntag in Suzuka nur nicht gewinnen, damit es dann in zwei Wochen richtig spannend wird;
abends mit Martin zum Joggen: seit wir immer ein paar Liegestütze einbauen und auch die Treppen in den 12. Stock mitnehmen, geht das ganze schon ziemlich ans Limit;
wir haben wieder einen neuen Mitbewohner: Dirk aus Berlin; ich treffe ihn allerdings nicht, sehe nur sein Gepäck;

Freitag, 6. Oktober
kurzes Glück: mein PC wird jetzt doch als Server benötigt; naja, vielleicht klappt's ja wenn wir nächste Woche umziehen; nach der Arbeit kurz zur Orchard Road: Photos abholen, hab sie mir jetzt auch auf CD brennen lassen (ein 36er Film kostet 16 S$); dann heim und später mit Guiseppe ins Kino: 100 Girls (ist hier ab 21, denke aber, daß die Zielgruppe eher die 15- und 16-jährigen sind);

Samstag, 7. Oktober
fahre gleich in der Früh an die Uni:
bezahle meine Miete, bewerbe mich für ein on-campus Zimmer ab Januar; kaufe mir einen Laptop: IBM A20p ThinkPad (Pentium III 700 MHz, 128MB SDRAM, 18GB Festplatte, 6x DVD, 15.1'' TFT, internes Modem, 3 Jahre weltweite Garantie), kostet über die Uni 4000 S$, offizieler Preis von IBM wird mit 8200 S$ angegeben; hole mir noch im Computer Center eine Netzwerkkarte (muß hierfür 128 S$ Pfand hinterlegen) und lasse mir alles für's Netzwerk der NUS konfigurieren; hier auf dem Campus gibt es 7000 bis 8000 Plug-Ins für's Netzwerk und Internet; in Gillman muß ich es über's Modem machen, Telefongebühren sind aber sehr gering: ca. 0.3 cents pro Minute;
Schumi gewinnt das Qualifying vor Mika; dafür sind aber Jenson und Ralf auf 5 und 6;
wir gehen zwar am Abend nicht weg, kommen aber trotzdem erst um halb sechs in der Früh ins Bett;

Sonntag, 8. Oktober
schlafen, Fernseher organisieren: dauert länger, da unsere Nachbarn nicht da sind; werde bei Yen Nee fündig, muß allerdings erst am Fernseher nach der Frequenz suchen; das Rennen beginnt aber zum Glück später als ich gedacht habe; Mika kommt am Start super weg, verliert aber dann das Rennen an der Box; hoffe es wird in Sepang trotzdem spannend, auch wenn es um nichts mehr geht; schlafen; zum Abendessen gibt's heut Sushi, Kuchen, Wassermelone und Tee; habe jetzt schon seit einer Woche kein Bier mehr getrunken; Joggen;

Montag, 9. Oktober
kaufe mir heute ein kleines Radio, damit die zwei Stunden täglich im Bus schneller vergehen; hole im World Trade Center ein paar Informationen über Wochenendbeschäftigungen ein: da Glückspiele in Singapore verboten sind, gibt es ein Schiff mit einem Casino an Board, das nach Indonesien rüberfährt; kann aber leider nichts über das Minimum an den Tischen in Erfahrung bringen;

Dienstag, 10. Oktober
verbringe fast den ganzen Abend in der Bibliothek: paper über Verkehrsunfälle und Buch über Geschichte der Linearen Optimierung;

Mittwoch, 11. Oktober
nach dem Essen mit Dirk und Daniel zum Joggen; Computer;

Donnerstag, 12. Oktober
wir ziehen heute in der Arbeit vom 6. in den 3. Stock; jetzt ist das ganze Department in einem Großraumbüro zusammen; am Nachmittag Meeting mit Bericht über das abegelaufene Geschäftsjahr und Ausblick auf das neue; im Anschluß Buffet mit Currypuffs und Geburtstagskuchen;
nach der Arbeit mit Marco, Martin, Joanne und Marlene in die Sushi-Bar und dann ins Kino: American Psycho;
Abschied von Joscha: er wird ab morgen bis Mitte Januar Reisen und dann Heimfliegen, zwischendurch wird er mal ein paar Tage hier sein, um seine Prüfungen zu schreiben;

Freitag, 13. Oktober (!!!)
Amerikanische Botschaft: Party, obwohl die Flaggen auf Halbmast sind; dann in die Amibar und ins Next Page: über eine Stunde anstehen, aber dann nix los;

Samstag, 14. Oktober
schlafen, Frühstück, schlafen am Pool; abends große Wohnheim-Party

Sonntag, 15. Oktober
Joggen, gemeinsamer Wohnungsputz, an die Uni zum Lernen und Downloaden;

Montag, 16. Oktober
Arbeit, Essen, Joggen, Lernen;

Dienstag, 17. Oktober
nehme jetzt in die Arbeit meinen Laptop mit, da Infineon immer noch nicht in der Lage ist, mir einen eigenen Computer zur Verfügung zu stellen; habe jetzt auch meinen eigenen Schreibtisch, allerdings immer noch keine eigene Aufgabe oder so was;
hole nach der Arbeit die Bus-Tickets nach Kuala Lumpur für's F1 am Wochenende; dann Einkauf, Sushi und mit Gioseppe zum Billardspielen: sind aber beide ziemlich müde und (wahrscheinlich deshalb auch so) schlecht;

Mittwoch, 18.Oktober
Schlafen, Joggen, Lernen;

Donnerstag, 19. Oktober
Einkauf für's Wochenende; Tee, Kuchen und Obst; Infos über Malaysia, Packen;

Großer Preis von Malaysia

Freitag, 20. Oktober
höre Arbeit etwas früher auf und fahre direkt zum Busbahnhof; Rajesch ist schon da; Bus ist geräumiger als das Flugzeug mit dem ich nach Singapur gekommen bin; es gibt Kaffe, Kuchen, Curry-Puffs und Video: LIFE IS BEAUTIFUL - wie wahr ! wir kommen nach 5 1/2 Stunden Fahrt an, Busfahrer läßt uns auf der Autobahn raus, 15 minütiger Marsch auf dem Standstreifen bis zum Hotel; dieses ist vom (Straßen-)Lärmpegel her genauso wie wie Gillman Heights, allerdigs mit Aircon, so daß wir das Fenster zu machen können; Einkauf an der Tanke neben dem Hotel; Bier in der Hotelbar: ihnen ist am Tag zuvor das Tiger ausgegangen, deshalb gibt's nur Carlsberg;

Samstag, 21. Oktober
Frühstück um 6.30 Uhr: Nasi Goreng, Fried Noodles, Sausages, Porridge, Beans, Scrumbled Eggs, Toast und Fruits; um 7.15 Uhr startet der Bus nach Sepang zum Circuit; liegt gleich neben dem neuen Flughafen von Kuala Lumpur (KLIA) auf dem Gebiet einer ehemaligen Oil Palm Tree Plantage; Fahrt dauert etwa 1 Stunde;
das erste Training am Samstag gewinnt Wurz (der Vertrag mit McLaren hat ihn wohl besonders motiviert), auch im 2. Training wird er dritter und im Qualifying fünfter; Ralf und Jenson kommen nicht so toll zurecht;
dann zurück zum Hotel und dann nach KL (8 km weg); unserem Teksi-Fahrer verreckt sein Proton des öfteren, (da kommen Erinnerungen an meinen Fiat hoch), bringt uns dann aber sicher nach China Town: großer Markt, wo man billigst allen möglichen Fake einkaufen kann; mir läft Dennis (München, NTU) über den Weg (ich bin ja auch nur 400 km von Singapur entfernt !); im Hotel schauen wir noch einen indischen Film in Tamil mit chinesischen und malayischen Untertiteln an;

Sonntag, 22. Oktober
fahren um 9 zum Circuit zum Warm Up, dann Support Race und Rahmenprogram; treffe meinen Department Chef von Infineon, er sitzt nur 5 Reihen vor mir; im Rennen gibt's zwar einen tollen Crash, aber leider auf der anderen Seite von Circuit; es scheiden insgesamt 10 Fahrer vorzeitig aus, aber außer Jenson Button alle auf der falschen Seite; Schumi gewinnt, beide BMW fallen aus; wir verlieren eine Japanerin und fahren deshalb mit 1 1/2 Stunden Verspätung los; Zwischenstopp zum Abendessen: gebackene Banane, Krebsspies und Pampe aus Lotussamen, alles zusammen für weniger als 1 S$ (kleiner Ausgleich für die teueren F1-Tickets); kommen um 2 Uhr heim;

Montag, 23. Oktober
ich schaffe es, völlig übermüdet um 8 in der Arbeit zu sein, mein Department Chef läßt sich heute natürlich nicht blicken; nach der Arbeit nur heim zum Schlafen;

Dienstag, 24. Oktober
schaffe es, am Freitag frei zu bekommen, denn am Donnerstag ist Feiertag und wir wollen uns ein langes Wochenende in Tioman (Malaysia) machen; will die Bustickets holen, ist aber schon alles ausgebucht, erst wieder ab Freitag Früh möglich; wir beschließen, am Mittwoch gleich nach der Arbeit nach Johor Bahru (J.B., erste Stadt hinter der Grenze) zu fahren, und von dort zu versuchen, einen Bus zu bekommen; sitze den ganzen Abend vor dem Computer;

Mittwoch, 25. Oktober
Arbeit, Firmenbus, MRT (heute schlimmer als U4/U5 zur Wies'nzeit), treffe mich mit Tom und Christian, Bus, zu Fuß über die Brücke nach Malaysia, Bus nach J.B., alle Busse nach Mersin voll, mit Teksi nach Mersin (ca. 180 km) , dort Übernachtung;

Donnerstag, 26. Oktober (Happy Deepavali !!!)
um 7.30 Uhr Speedboat nach Tioman, Überfahrt ca. 50 km, dauert 1 1/2 Stunden; gut, daß wir noch nicht gefrühstückt haben (Wellengang !);
Tioman zählt angeblich zu den 10 schönsten Inseln der Welt, ist ca. 15 auf 35 km groß, alles nur Regenwald, Berge bis über 1000 m, ein paar kleine Siedlungen am Strand, ein Paradies für Taucher;
wir fahren zur nördlichsten Siedlung (Salang), nehmen uns eine kleine Hütte, es gibt hier Warane, Affen und viele, viele Katzen; Frühstück; eine Österreicherin und ein Italiener überreden uns, auf eine Inselrundfahrt mitzukommen: in 5 Stunden mit einem kleinen Boot um die Insel mit Stops beim Wasserfall, zum Essen, zum Fischefüttern (mit Bananen) und natürlich zum Schnorcheln: sehe einen Rochen, viele Seegurken, die da so rumgurken, Seeigel und viele, viele bunte Fische; habe eine kleine blutende Wunde am Bein, dies mißverstehen einige Fische als Einladung zum Mittagessen; ich räche mich aber beim Abendessen: frischer Fisch vom BBQ;

Freitag, 27. Oktober
mache mit Christian eine kleine Wanderung durch den Urwald zur Monkey Bay, nach 10 Minuten beginnt es zu schütten, wir ziehen es aber trotzdem durch, müssen erst einen kleine Berg hoch, dann wieder hinunter, dauert etwa 40 Minuten; dort angekommen, hört's zu regnen auf, auf einem Teil vom Strand tummelt sich auch eine Horde von Affen, als wir aber rübergehen, verziehen sie sich alle auf die Bäume und beginnen sich zu lausen; der Weg zurück ist etwas einfacher, da es nicht mehr regnet; wir hören zwar viele Tiere, außer Geckos und Eichhörnchen läßt sich aber nichts sehen; dafür zerlegen mich die Mosquitos, hoffe, sie haben keine Malaria;

Samstag, 28. Oktober
ein Tag am Strand und Meer ! (und Lernen macht unter Palmen mehr Spaß als in der Bibliothek)

Sonntag, 29. Oktober
in der Nacht zerlegen mich die Flöhe; in der Früh Rückfahrt nach Mersin, alle Busse nach Singapur und Jahor Bahru sind natürlich schon wieder voll; gabeln noch einen Amerikaner auf, der auch nach Singapur muß, weil am Abend sein Flieger nach Bali geht, und nehmen zu viert ein Teksi bis J.B., Essen (Murtabak), und zurück nach Gillman; Körperpflege, Wäsche, Computer;

Montag, 30. Oktober
Arbeit, Rest der Wäsche, Essen im Hong Kong Center, Joggen, Computer;

Dienstag, 31. Oktober (Happy Halloween)
Lesen, Essen, Lesen, Videoabend: Wallace & Gromit, A Close Shave


November 2000

7:45 PM 11/3/00